Die Erben der Aristokratie

Während man in alten Zeiten durch glänzende Taten sein gesellschaftliches Ansehen vermehrt hat, wird heute durch Flaschenzüge erhöht. Was will ich sagen?

Der Ausleseprozess zum Privileg war im Vergangenen weitaus schwieriger: Eine glänzende Kriegstat, eine herausragende geistige oder wissenschaftliche Leistung  und eine gnädige Kenntnisnahme waren die Vorausetzngen zum erlesenen Kreis.  Flachpfeifen und Nieten waren ausgeschlossen. Und das war auch gut so.

HeImmanuel Kantute ist das alles leichter. Der Aufstieg ins Exceptionnelle ist vor allem für jene geöffnet welche unfähig sind und es wissen, einer geregelten Arbeit  nachzugehen. So treiben sie sich, meistens schon in frühester Jugend und nächtens, auf Meinungbildungsveranstaltungen herum. Nach ge-wisser Zeit und Talent sind dann sozial, liberal oder christlich-sozial.

Dabei haben sie sich einen flexiblen anpassungsfähigen Charakter angeeignet,  welcher eine gewisse Unschärfe mit der Wahrheit hat.  Auch reden sie mit Selbstverständlichkeit ueber Dinge von denen sie nicht die geringste Ahnung haben.  Im internen Ausleseprozess, also die Besten der vorher beschriebenen Eigenschaften, werden dann gekürt um im Turnier die Farben zu vertreten.  Diese vierjährige Ver-anstaltung, wird von Unkundigen “Wahlen” genannt. Von den 622  qualifizierten Rittern des Wallot-Schlosses haben 20% eine eher mässige Schulbildung, reichend von der Haupt-schule bis „ohne Angabe” .  67 der obigen Nichtabiturenten haben offensichtlich einen Qualifizierungsprozess durchlaufen, während 59 mit bestens Realschule vertreten.  Die bestallten Hochschüler gliedern sich in 434 jene, welche eine Universität besuchten und 129 Schmalspurer. Es erscheint vollständig logisch, dass diese Gewürzmischung des Volkes, durch Demokratie erkoren, nicht die nötige Qualifikation hat, welche die über-tragene Aufgabe erfordert.  Knappige Assistenten und Loyalitäten beeinflussen deswegen das Stimmvieh.

Das kann es aber nicht sein! Nicht das ich für angeborene Würdentraeger oder für Macht-ausübung ohne Legitimität wäre. Aber hier läuft irgend etwas schief. Dieser manipulierbare Bestellungsprozess, diese nicht erkennbare Ausübung des “Dienens” stehen  mit den  erungenen Privilegien  in keinem vernünftigen Verhältnis.

Unsere Gesellschaft muss den Mut zur  präsidentalen Demokratie haben, vergleichbar mit Frankreich oder den Vereinigten Staaten. Die Privilegien der Volksvertreter erfordern einen Gegenwert an Qualifikation, Ausbildung und Einstellung. Welche es auch immer sei, solange das übertragene Amt  freiheitlich, human, respektvoll und ehrenhaft ausgeübt wird.

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