Vom Freuen und Glücklichsein!

Mit dem Freuen und dem Glücklichsein hat es auf sich. Freuen erscheint im Leben in zweierlei From. Freude kann verordnet sein und wird bestellt – wie das Nationalgefühl beim spielen der Hymne, hissen der Flagge, Salut aus Kanonen und alle Herrlichkeiten welche Mächtige benutzen um Reaktionen zu erzeugen die ihren Interessen dienen. Dieser angeordnete Freude fehlt das Innerliche – sie ist aufgesetzt und verfliegt schnell. Stellt sich Freude wirklich ein, dann ist sie uneingeladen und unangemeldet, ja still kommt sie angeschlichen – oft aus den nichtigsten und unbedeutendsten Anlässen. Sie ist wie das Gold in Australien, da und dort gestreut, nach der Laune des Zufalls, ohne Gesetz und Regel, meist nur in ganz kleinen Körnchen, höchst selten in Massen. Und sie löst ein Gefühl aus was wir Glücklichsein nennen.

Da sie nun – die Freude – so selten ist, wie kann man denn messen ob einer glücklich ist? Es scheint als mir als müsste man fragen nach dem was einen betrübt und nicht an was man sich vernügt – denn je weniger dies ist umso glücklicher sollte Einer sein!

Um ein Leben zu erfüllen bedarf es der Kunst die optische Täuschung des geistigen Auges auszublenden, welche durch Erwartungen und Ziele erzeugt wird. Wichtig scheint mir zum glücklichen Leben die Abstimmung der Ereignisse. Angestrebtes kann zum falschen Zeitpunkt eintreten – zu früh oder zu spät. In beiden Fällen – obwohl erreicht – wird sich die angestrebte Befriedigung und Freude nicht einstellen. Diese Abstimmung hängt mit der Sensation der Zeit zusammen: Am Anfang des Lebens glaubt einer unendlich viel Zeit zu haben; während man aber zurückblickt das Erlebte wie gestern war. Hat nicht irgendeiner aus Frankfurt gesagt: Es gibt kein richtiges Leben im Falschen?

Wenn man also Freude und Glücklichsein nicht planen kann so erscheint mir, daß je grösser fragwürdiger Ruhm ist – wie bei Celebrities, Politikern und sonstigen Verführern – umso kleiner ist ihr Glück.

Dabei fällt mir zum Abschluss der positivistische Gebrauch des Wortes Glück auf – ein Lottogewinn ist kein Glück sondern ein Zufall.

Vor langer Zeit ähnliches gelesen und meinem Niveau angepasst.

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